Billiglöhne

Während ich gerade meine Mails abrief sah ich einen schönen Beitrag auf Pro 7. Dieser traf genau das Thema einer dieser E-Mails. In diesem Fernsehbeitrag wurde, wie immer öfter in den Medien, die Auslagerung von Produktion ins Ausland (hier nach Hongkong) verherrlicht. dort wird noch mit Stolz die Ausbeutung der chinesischen Arbeiterinnen und Arbeiter präsentiert, die für einen Stundenlohn von "30 Cent!!!" für Carrera den Profit mit Modellrennbahnen erwirtschaften.
Dieser Beitrag ist ein weiterer Baustein in der ganzen Palette von Medienbeiträgen, die uns reif machen sollen, damit auch wir in Zukunft mit solchen Löhnen einverstanden sind.
Aber so sehr weit sind wir ja gar nicht von solchen Verhältnissen entfernt. Wie ich einer der obengenannten Mail (stammt vom DGB) entnehmen konnte, liegt Thüringen schon am äußersten Ende der bundesdeutschen Lohnskala. So erhalten 420 000 ArbeiterInnen nur einen Lohn am Existenzminimum! 200 000 ArbeitnehmerInnen gar nur einen Lohn von 50% des bundesdeutschen Durchschnittslohnes, also einen absoluten Armutslohn!
Hier frage ich mich nun: Wie lange lassen wir uns das alles gefallen, wann stehen endlich jeden Montag hundertausende oder Millionen auf den Plätzen und fegen die wirklichen Sozialschmarotzer von ihrem Thron? Wann lassen wir uns endlich nicht mehr gegeneinander aufhetzen und neiden dem der im Augenblick noch Arbeit hat seinen Lohn? Wann hören die, die im Augenblick noch Arbeit haben auf, auf die Arbeitslosen herabzublicken? Durchschauen die Bürger nicht das Ganze, welches nur dazu dient die Profite zu sichern und zu steigern. Wahrscheinlich wehren sie sich erst, wenn sie von der Bildzeitung dazu aufgefordert werden. Aber da können wir lange warten. Wir sitzen doch alle in einem Boot. Oder gibt es einen der nicht in irgendeiner Form abgezockt wird? Sei es bei den Spritpreisen, Energiekosten, Praxisgebühr, Arzneimittelzuzahlung und Renten. Diese Aufzählung könnte ich noch sehr lange fortsetzen.
Die Bürger in unseren Nachbarländern wie Italien und Frankreich fackeln nicht so lange. In Italien wird ein Generalstreik durchgezogen. Warum nicht bei uns? Eine Antwort fällt mir sofort ein. Uns fehlt die Solitarität untereinander und länderübergreifend. Ich glaube nicht, daß unsere Wirtschaftsbosse alle ArbeiterInnen auf einmal entlassen können. Sie können auch nicht alle auf einmal ihre Produktion ins Ausland verlagern.
Es gab einmal ein schönes Sprichwort:" Alle Räder stehen still, wenn dein starker Arm es will". Wer verdient den Bossen dann wohl das Geld?

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